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Casson-FluidZoomA-Z

Fachgebiet - Physik, Rheologie

Casson-Fluid ist eine Bezeichnung für eine Nicht-Newton'sche Flüssigkeit (d.h., die Viskosität besitzt keinen konstanten Wert, sondern hängt von der Schergeschwindigkeit ab) in der Form eines plastischen Fluids, bei dem nach Überschreiten der Fließgrenze (im Unterschied zu Bingham-Fluiden) keine lineare Proportionalität zwischen der Schergeschwindigkeit dv/dy und der Schubspannung τ vorliegt.

Das bedeutet, dass zum Erreichen des Fließens bei Casson-Fluiden erst eine Mindestschubspannung (diese wird als Fließgrenze oder Fließspannung bezeichnet) auftreten muss, ehe das Fluid fließt. Vor Erreichen dieser Grenze verhält sich das Fluid wie ein Feststoff und wird nur elastisch verformt. Ist die Fließgrenze aber überschritten, steigt die Schubspannung nichtlinear mit der Schergeschwindigkeit an, in diesem Bereich besteht dann pseudo-plastisches Verhalten.

Beispiele hierfür sind Druckpasten, Schmierfette, Schokoladenmassen und konzentrierte Kulturen von Mikroorganismen.

Siehe auch: Bingham-Fluid

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Grundlagen der ViskositätLevel 235 min.

ChemieMakromolekulare ChemieReaktionstechnik

Die Lerneinheit beschreibt die Grundlagen der Viskosität und das rheologische Verhalten von Stoffen.