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Caisson-KrankheitZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin

Die Caisson-Krankheit zählt zu den Dekompressionserkrankungen, die durch das zu schnelle Auftauchen eines Tauchers verursacht werden. Beim Tauchen in großer Tiefe löst sich aufgrund des höheren Druckes mehr Stickstoff im Blut und im Gewebe (Henry'sches Gesetz). Während des Auftauchens nimmt der Druck wieder ab, der Stickstoff wird zur Lunge transportiert und mit der Atemluft abgegeben. Die Entsättigung der periperen Gewebe verläuft aber unter Umständen sehr viel langsamer, so dass es im Gewebe zu einer Blasenbildung kommt, die die Blutgefäße mechanisch verletzt und Gasembolien verursacht - etwa so, als ob eine Kohlensäure-haltige Flasche geöffnet wird. Zur Vermeidung der Caisson-Krankheit sind daher beim Auftauchen eine entsprechend angepasste Auftauchgeschwindigkeit und bestimmte Dekompressionsregeln einzuhalten.

Der Begriff Caisson-Krankheit (von franz. cassion "Kasten", "Kastenwagen") stammt von den Senkkästen, mit denen im 19. und auch noch Anfang des 20. Jahrhunderts Taucher bei Tunnel- oder Brückenbauarbeiten für längere Zeit unter Wasser gebracht werden konnten. Bei der weniger schweren Typ I-Erkrankung treten Hautjucken, Muskel- und Gelenkschmerzen auf, als Typ II werden Erkrankungen bezeichnet, bei denen wichtige Organsysteme wie Herz, Lunge oder ZNS betroffen sind. Die Symptome können gleich nach dem Tauchgang oder bis zu 48 Stunden später auftreten. Eine Behandlung erfolgt mit reinem Sauerstoff oder mit hyperbarem Sauerstoff in der Druckkammer.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Binäre Gas/Flüssigkeits-Gleichgewichte - Henry-FallLevel 120 min.

ChemiePhysikalische ChemieThermodynamik

Wir betrachten in dieser Lerneinheit binäre Systeme mit einer flüssigen und gasförmigen Phase. Zielgröße ist die Stoffmenge eines Gases, die sich im Phasengleichgewicht für gegebenen Gasdruck in einem Lösemittel einstellt.