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Adolf ButenandtZoomA-Z

Biographie

Geboren
24. März 1903 in Lehe (heute Bremerhaven)
Gestorben
18. Januar 1995 in München

Adolf Butenandt war ein deutscher Biochemiker, der über lange Zeit der führende Vertreter dieser Disziplin in Deutschland war und in verschiedenen wichtigen Funktionen großen wissenschaftlichen Einfluss hatte. Bereits im Alter von 30 Jahren wurde er auf einen Lehrstuhl an der Universität Danzig berufen, nachdem es ihm 1929 in Göttingen gelungen war, das Steroidhormon Estron zu isolieren. Im Jahr 1936 wurde er zum Direktor des neu gegründeten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biochemie in Berlin berufen und 1939 gemeinsam mit Leopold Ruzicka für seine Arbeiten über Steroidhormone mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet. Nach Ende des 2. Weltkriegs blieb er Leiter des als Max-Planck-Institut für Biochemie neu gegründeten Instituts, das nach München verlegt wurde, wo er auch einen Lehrstuhl für Physiologische Chemie erhielt. Später war er lange Zeit Präsident und von 1972 bis zu seinem Tod Ehrenpräsident der Max-Planck-Gesellschaft.

Chronologie

1903Geboren am 24. März in Lehe (heute Bremerhaven)
1921Beginn des Chemie-Studiums an der Universität Marburg
1924Wechsel nach Göttingen
1927Promotion in Chemie bei Adolf Windhaus
1931Habilitation in Göttingen mit der Arbeit "Untersuchungen über das weibliche Sexualhormon"
1933Berufung nach Danzig auf einen Lehrstuhl für Chemie
1935Studienaufenthalt in den USA, finanziert durch die Rockefeller-Stiftung, Ablehnung einer Professur an der Harvard-Universität
1936Berufung zum Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Biochemie in Berlin
1939Auszeichnung mit dem Nobelpreis für Chemie, gemeinsam mit L. Ruzicka, für seine Beiträge zur Erforschung der Steroidhormone
1944Umzug mit dem Institut nach Tübingen
1953Ruf auf den Lehrstuhl für Physiologische Chemie an der Universität München
1960Wahl zum Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft
1972Ehrenpräsident der Max-Planck-Gesellschaft
1995Gestorben am 18. Januar in München