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Herbert Charles BrownZoomA-Z

Biographie

Geboren
22. Mai 1912 in London
Gestorben
19. Dezember 2004 in

Herbert Charles Brown wurde als Sohn jüdischer ukrainischer Immigranten mit dem Namen Herbert Brovarnik in London geboren. 1914 wanderte die Familie von England in die USA aus.

Brown war ein sehr guter Schüler, so dass er mehrere Klassen überspringen konnte und schon mit 12 Jahren die Abschlussklasse besuchte. Nach seinem Abschluss ging er zur Englewood High School im Süden Chicagos.

Um seine Familie ernähren zu können, hatte Browns Vater 1920 einen Eisenwarenladen eröffnet. Als er 1926 starb, musste Charles Brown die Schule verlassen und den Laden übernehmen. Er war nicht besonders interessiert an dem Geschäft und verbrachte die meiste Zeit lesend. 1929 übernahm seine Mutter den Laden und Brown konnte zur Englewood High School zurückkehren und seinen Abschluss nachholen.

Nach der High School übernahm er verschiedene Jobs, die ihn nicht erfüllten. Da Brown gehört hatte, dass man als Ingenieur der Elektrotechnik ein gutes Leben führen konnte, schrieb er sich für diesen Studiengang am Crane Junior College ein. Er war fasziniert von der Chemie, die ein Teilgebiet seines Studiums darstellte. Nach seinem ersten Semester wurde das College wegen finanzieller Probleme geschlossen. Nun besuchte Brown Abendkurse am Lewis Institute. Nebenbei arbeitete er als Halbtagskraft im Schuhverkauf.

Als Dr. Nicholas Cheronis seine Labore zum Selbststudium für mehrere Studenten öffnet, zählte auch Brown zu ihnen. 1934 wechselte er zum Wright Junior College. Dort erlangte er 1935 seinen Abschluss. Auf Empfehlung absolvierte Brown die Aufnahmeprüfung für die Universität Chicago, um ab 1935 dort Vorlesungen zu besuchen. 1938 promovierte er über die Reduktion von Carbonylverbindungen mit Diboran.

Während des zweiten Weltkrieges arbeitete er innerhalb eines Verteidigungsprogrammes technische Verfahren zur Darstellung von Diboran und Natriumborhydrid aus.

Brown beschreibt sich selbst als typisches Beispiel für jemanden, der in der Industrie keine Stelle bekommen hat und auf diese Weise in der Wissenschaft hängen blieb. Um seine akademische Karriere zu unterstützen, bekam er von Neil Gordon eine halbe Assistentenstelle. 1946 wurde er außerordentlicher Professor und 1947 wurde er vom Lehrstuhlinhaber der Anorganischen Chemie nach Henry B. Hass an der Purdue Universität in Lafayette berufen. 1959 wurde er Wetherill Distinguished Professor und 1960 Wetherill Research Professor. 1978 emeritierte er, arbeitete jedoch mit einer großen Gruppe Postdoktoranten weiter.

Seine Arbeitsgebiete waren die freien Radikale, Entwicklung von Friedel-Crafts-Katalysatoren, Arbeiten auf den Gebieten der Additionsverbindungen und der Borane sowie die Entwicklung der Hydroborierung. 1979 erhielt er zusammen mit Wittig den Nobelpreis für Chemie.

Chronologie

1912Geboren am 22. Mai in London
1924 - 1926Besuch der Englewood High School im Süden Chicagos
1929 - 1930Besuch der Englewood High School im Süden Chicagos
1933 Studium der Elektrotechnik und Chemie am Crane Junior College
1933Abendkursen am Lewis Institute
1933Studium im Labor von Dr. Nicholas Cheronis
1934 - 1935Wright Junior College
1935 - 1938Universität Chicago
1945halbe Assistentenstelle bei Neil Gordon
1946außerordentliche Professur
1947Berufung an die Purdue Universität in Lafayette
1959 Wetherill Distinguished Professor
1960 Wetherill Research Professor
1978Emeritierung und weitere Forschungsarbeiten
2004Gestorben am 19. Dezember in