zum Directory-modus

Bravais-GitterZoomA-Z

Fachgebiet - Allgemeine Chemie

Die nach A. Bravais benannten Raumgitter, stellen die Möglichkeit dar, einen Raum durch dreidimensionale sich wiederholende Anordnung von Punkten aufzubauen. Die Bravais-Gitter ermöglichen eine systematische Beschreibung der Anordnung von Atomen, Ionen oder Molekülen innerhalb eines Kristalls. Dazu werden im Kristall die Elementarzellen betrachtet. Es existieren 14 verschiedene Bravais-Gitter, die den 7 Kristallsystemen zugeordnet werden können.

Ein Bravais-Gitter besteht stets nur aus einer Teilchensorte, d.h. das Kristallgitter einer salzartigen Verbindung ergibt sich z.B. aus einem Kationen-Teilgitter und einem um einen entsprechenden Translationsbetrag verschobenen gleichartigen Anionen-Teilgitter.

Es wird zwischen primitiven und zentrierten Gittern unterschieden. Die zentrierten Gitter lassen sich weiter durch die Anordnung zusätzlicher Gitterpunkte differenzieren. Die Anordnung erfolgt entweder in der Raummitte (raumzentriertes oder innenzentriertes Gitter), auf den Mittelpunkten aller Begrenzungsflächen (flächenzentriertes Gitter) oder auf den Mittelpunkten der zwei Basisflächen (basisflächenzentriertes Gitter) der Elementarzelle.

Siehe auch: kubisches System , hexagonales System , monoklines System , orthorhombisches System , rhombisches System , tetragonales System , triklines System

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Vierzehn Bravais-GitterLevel 130 min.

ChemieAllgemeine ChemieFeststoffe

Abbildungen der verschiedenen Kristallgittertypen