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Bohr'sche PostulateZoomA-Z

Fachgebiet - Quantenphysik

Im Rahmen des 1913 von Niels Bohr entwickelten Atommodells (siehe Bohr'sches Atommodell) zugrunde gelegte Postulate (Postulat - als Ausgangspunkt, als notwendige, unentbehrliche Voraussetzung einer Theorie, eines Gedankenganges dienende Annahme, These, die nicht bewiesen oder nicht beweisbar ist) über die Bewegung der in der Elektronenhülle eines Atoms befindlichen Elektronen:

  1. Es gibt Kreisbahnen im Atom, auf denen die Elektronen - im Widerspruch zu den Gesetzen der klassischen Physik - strahlungslos umlaufen. Dabei sind jedoch nicht alle klassisch möglichen, sondern nur diskrete Bahnen mit bestimmten Energien En erlaubt. Das Atom befindet sich im niedrigsten Energiezustand (im Grundzustand), wenn das Elektron auf der Bahn mit dem kleinsten erlaubten Radius umläuft (Hauptquantenzahl n=1, Bohr'scher Radius). Die weiter außen liegenden Bahnen entsprechen höheren (angeregten) Energiezuständen des Atoms.
  2. Durch Zuführung einer entsprechenden Energie, der Anregungsenergie, kann das Elektron auf eine Bahn mit größerem Radius gebracht werden. Dieser angeregte Zustand ist nicht stabil - das Elektron fällt von der energetisch höheren auf eine energetisch tiefere Bahn zurück. Die Energiedifferenz ΔE zwischen Ausgangs- und Endbahn wird in Form elektromagnetischer Strahlung (Licht) einer bestimmten Frequenz ν emittiert (siehe Bohr'sche Frequenzbeziehung).