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BiolumineszenzZoomA-Z

Fachgebiet - Photochemie, Biochemie

Als Biolumineszenz wird die Fähigkeit eines Lebewesens bezeichnet, selbst oder mit der Beteiligung von Symbionten Licht zu produzieren. Während dieser Vorgang bei Bakterien im Cytoplasma abläuft, wird das Licht bei Einzellern in spezialisierten Organellen und bei komplexeren Organismen in Leuchtorganen produziert. Die Reaktion selbst ist ein chemischer Prozess, bei dem Energie in Form von Licht abgegeben wird - korrekter müsste hier also von Chemilumineszenz gesprochen werden. An der Lichterzeugung sind Luciferasen beteiligt, die die Oxidation von Luciferin mit molekularem Sauerstoff unter Entstehung von Licht katalysieren. In der Gentechnik werden diese Luciferasen oft als Reportergene verwendet, um die Aktivität eines Promoters in der Zelle nachzuweisen.

Die Biolumineszenz dient der Kommunikation (Partnerfindung, Warnfunktion), zur Abschreckung von Fressfeinden (Blenden) oder zum Anlocken der Beute und tritt vor allem bei Käfern (Glühwürmchen), Fischen und Tintenfischen auf. Aber auch Pilze wie der Hallimarsch (Armillaria spec.) können Licht erzeugen. Bei den Bakterien sind es vor allem Vibrio fischeri und Photobacterium-Arten; einige Leuchtbakterien leben in Symbiose mit Fischen (Angler- und Laternenfische).

Weitere Informationen zur Chemo- und Biolumineszenz.

Siehe auch: Pyrrhophyta , Luciferasen

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Chemi- und BiolumineszenzLevel 350 min.

BiochemieStoffwechselEnzyme und Enzymklassen

Erläuterung der Entstehung von Chemi- und Bioluminesenz und des energetischen Prinzips. Beschreibung des Luciferin-Luciferase-Systems von Photinus pyralis. Beschreibung der Anwendung von Chemilumineszenz als Nachweisverfahren in der Wissenschaft.