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BentonitZoomA-Z

Fachgebiet - Mineralogie

Bentonit ist ein wasserhaltiges Mineral. Sein Hauptbestandteil ist das Alumosilicat Montmorillonit. Zusätzlich enthält es wechselnde Mengen an Eisen-, Calcium- und Magnesiumsalzen. Seinen Namen verdankt es dem Ort Fort Benton in Wyoming, wo es ebenso abgebaut wird wie auch in Niederbayern bei Moosburg, South Dakota und Arizona/USA, Montana/Kanada, Irak, Ägypten, Griechenland, China und Japan.

Natriumbentonit nimmt große Mengen Wasser unter Quellung auf und bleibt auch in Wasser in Suspension. Calciumbentonit adsorbiert hingegen nur wenig Wasser, quillt kaum und setzt sich in Dispersionen leicht ab. Er kann durch Austausch der Calcium- gegen Natrium-Ionen aktiviert werden.

Die Wirkung von Bentonit als Verdicker, Quell- und Thixotropiermittel wird durch das Eindringen von Wasser in die kapillaren Zwischenräume der Montmorillonit-Plättchenstapel verursacht. Dabei erfolgt unter der Einwirkung von Scherkräften eine Benetzung und Überwindung der Adhäsion, die die Plättchen zusammenhält. Dies führt zu einem merklichen Anstieg der Viskosität. Fortgesetztes Scheren trennt die Montmorillonit-Plättchen vollends voneinander. Im Ruhezustand bildet sich die ursprüngliche Struktur durch den Aufbau von Wasserstoff-Brückenbindungen zwischen den Plättchenkanten wieder voll aus (Gel-Rückbildung).

Siehe auch: Montmorillonit , Thixotropie , Alumosilicat