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autogenes SchweißenZoomA-Z

Fachgebiet - Produktionstechnik

Beim autogenen Schweißen wird im Unterschied zum Löten die Verbindung zwischen zwei Metallkanten (Schweißnaht) aus dem Metall selbst erzeugt (autos griechisch "selbst", gennan griechisch "erzeugen"). Genutzt wird dazu eine Wasserstoff-Sauerstoff-Flamme mit einem Überschuss an Wasserstoff zur Vermeidung einer Oxidation der Schweißstelle (Volumenverhältnis Wasserstoff: Sauerstoff = 4-5:1). Die Temperatur dieser Knallgas-Flamme beträgt ca. 2.000 °C. H-H Temperaturen lassen sich durch Verwendung eines Acetylen (Ethin)- Sauerstoff-Gemisches erreichen.

Schweißbrenneroder Schweißpistolen arbeiten nach dem Prinzip des Daniell'schen Hahns: Bei dieser Konstruktion werden die Gase Wasserstoff bzw. Acetylen und Sauerstoff getrennt voneinander einer gemeinsamen Austrittsöffnung zugeführt, an der das entströmende Gasgemisch dann entzündet wird. Auf diese Weise wird die Bildung einer explosiven Mischung verhindert.

Beim autogenen Schneiden wird mit dem Brenner zunächst eine kleine Stelle des Metalls zur Weißglut erhitzt, anschließend die Wasserstoff- bzw. Acetylenzufuhr gedrosselt. Durch den daraus resultierenden Sauerstoffüberschuss verbrennt das Metall zum Oxid, das weggeblasen wird. Die bei der Verbrennung freiwerdende Wärmemenge liefert zugleich die notwendige Schmelzenergie. Im Ergebnis führt das autogene Schneiden zu einem scharfen sauberen Schnitt. In der Technik kommt das Verfahren insbesondere bei der Bearbeitung von großflächigen Stahlplatten, z.B. im Schiffbau oder bei der Demontage von Stahlkonstruktionen (Brücken o.ä.) zum Einsatz.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

WasserstoffLevel 145 min.

ChemieAnorganische ChemieChemie der Elemente

Diese Lerneinheit gibt einen Überblick über das Element Wasserstoff einschließlich Eigenschaften, Reaktionsverhalten, Nachweis, Vorkommen, Gewinnung und Verwendung des Elements sowie ausgesuchter Verbindungen.