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AtropinZoomA-Z

Fachgebiet - Toxikologie, Pharmazie

Abb.1
Strukturformel von Atropin

Atropin ist ein giftiges Alkaloid des Tropan-Typs, das in der Tollkirsche (Atropa belladonna) und vielen anderen Nachtschattengewächsen vorkommt. Atropin hemmt im peripheren Nervensystem bereits in geringer Dosis den Parasympathikus und führt in höherer Dosierung zur Erregung des Sympathikus. Auf das ZNS wirkt es zuerst erregend, im weiteren Verlauf lähmend. Direkt zu beobachtende Folgen einer Atropin-Gabe sind erweiterte Pupillen, samtige Augen, Gesichtsrötung und Trockenheit im Bereich von Mund und Kehle.

In der Medizin wird Atropin in folgenden Zusammenhängen eingesetzt: in der Augenheilkunde zur Ruhigstellung und Verringerung der Schermzempfindlichkeit des Auges, sowie allgemein als Bestandteil Krampf-lösender und beruhigender Medikamente und als Gegengift bei Vergiftungen mit Digitalis-Glycosiden.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Gift und GegengiftLevel 115 min.

ChemieOrganische ChemieSubstanzen

Ausgewählte bekannte Gifte aus verschiedenen Bereichen des Lebens und ihre jeweiligen Gegengifte werden vorgestellt.

1 - Einleitung zur Themenreise WirkstoffeLevel 245 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit gibt eine allgemeine Einführung in die Thematik der Wirkstoffsuche, von der Historie bis zur Moderne. Sie beschäftigt sich mit der historischen Fortentwicklung der Wirkstoffsuche, von der Volksmedizin über die Identifizierung von Leitstrukturen bis zur gezielten Konstruktion von Wirkstoffen am Computer. Außerdem werden Herz- und Kreislauferkrankungen, Krebs, bakterielle und virale Infektionskrankheiten als wichtige Indikationsgebiete der modernen Wirkstoff-Forschung einführend beschrieben.