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ArachidonsäureZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Abb.1
Strukturformel der Arachidonsäure

Arachidonsäure ist der Trivialname der Δ581114-Eicosantetraensäure, einer vierfach ungesättigten Fettsäure mit 20 C-Atomen. Sie ist von besonderer Bedeutung im Lipid-Stoffwechsel, da sie die Vorläufersubstanz für verschiedene Gruppen von Signalmolekülen darstellt. Durch die Prostaglandin-Synthase wird sie in Prostaglandin H2, umgewandelt, das wiederum Ausgangspunkt der Biosynthese der Thromboxane, des Prostacyclins und weiterer Prostaglandine ist. Andererseits katalysieren Lipoxygenasen die Umwandlung der Arachidonsäure in Hydroperoxyeicosantetraensäuren (HPETE), aus denen durch weitere enzymatische Umsetzungen die Leukotriene und Lipoxine hervorgehen (Arachidinsäure-Kaskade).

Arachidonsäure kommt als Bestandteil von Phospholipiden und Diacylglycerolen vor, aus denen sie durch die Wirkung von Phospholipasen und Diacylglycerol-Lipasen freigesetzt werden kann. Der menschliche Körper kann Arachidonsäure aus Linolsäure, einer essenziellen Fettsäure, synthetisieren. Gelegentlich wird auch Arachidonsäure selbst als essenziell angesehen, wenn keine ausreichende Zufuhr von Linolsäure über die Nahrung besteht.

Siehe auch: Eicosanoide

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

2.1 - 2.5 - Aspirin (gesamt)Level 4100 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Die Abschnitte dieser Lerneinheit beschreiben die historischen Zusammenhänge und die Entdeckung des Aspirins durch Felix Hoffmann, sowie die im Laufe des 20. Jahrhunderts neu entdeckten Indikationsgebiete für Aspirin. Nach einer ausführlichen Behandlung der biochemischen Grundlagen der Aspirin-Wirkung durch Hemmung der Cyclooxygenase im Arachidonsäure-Stoffwechsel folgen eine Erläuterung der medizinisch-chemischen Zusammenhänge zwischen den Indikationsgebieten Schmerz, Entzündung, Fieber sowie Herz-Kreislauferkrankungen und der Aspirin-Wirkung. Den Abschluss bildet ein umfangreiches Kapitel, in dem die Struktur der Cyclooxygenase und die molekularen Wechselwirkungen zwischen Aspirin und der Cyclooxygenase beschrieben werden.

2.4 - Aspirin - CyclooxygenaseLevel 490 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschreibt ausführlich die Struktur der Cyclooxygenase (COX), des Zielenzyms des Aspirins, und dessen aktives Zentrum. Im Folgenden wird erklärt, wie das natürliche Substrat der COX, das Arachidonat, zur und in die COX gelangt. Weiterhin werden die Mechanismen der von der Cyclooxygenase katalysierten Teilreaktionen, der Cyclooxygenase- oder COX-Mechanismus und der Peroxidase- oder POX-Mechanismus, detailliert erläutert. Zum Abschluss werden die Cyclooxygenase- und die Peroxidase-Reaktion in Form von Katalysecyclen formuliert und deren Verknüpfung zu einem großen Katalysecyclus dargestellt.

EicosanoideLevel 340 min.

BiochemieSignal- und StofftransportBotenstoffe

In dieser Lerneinheit wird der Aufbau und die Funktion von Eicosanoiden (Prostaglandine, Prostacycline, Thromboxane und Leukotriene) im Säugerorganismus vorgestellt.

2.2 - Aspirin - ProstaglandineLevel 230 min.

PharmazieArzneimittelThemenreise Wirkstoffe

Diese Lerneinheit beschreibt die Strukturen, die Biosynthese und die Wirkungen der Prostaglandine und Thromboxane sowie Prostaglandine und Thromboxane als Teil der Substanzklasse der Eicosanoide.