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AquaporineZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Zellbiologie

Aquaporine (AQP) sind Proteine, die einen Kanal in der Zellmembran bilden und den Wassertransport vermittlen. Viele transmembrane Transportprozesse sind an einen Ionen- und Protonengradienten zwischen dem intra- und extrazellulären Raum gekoppelt. Aquaporine können einen schnellen und selektiven Transport von Wasser durch Zellmembranen ermöglichen, verhindern aber den Durchfluss von Nährstoff-Molekülen, Ionen oder Protonen, so dass der Ionen- und Protonengradient der Zelle erhalten bleibt. Alle bekannten Aquaporine weisen eine ähnliche Struktur auf und erlauben einen bidirektionalen Wassertransport. Einige Aquaporine können auch spezifisch Glycerol, Harnstoff oder Ethanol durch die Membran schleusen.

Beim Menschen regulieren Aquaporine zahlreiche Prozesse wie den Wasserhaushalt der Erythrocyten, die Konzentration und Sekretion der Gallenflüssigkeit oder den Ein- und Austritt der interstitiellen Flüssigkeit zwischen den Zellen im Gewebe. Mutationen oder Ausfälle der Aquaporin-Funktion sind u.a. mit Krankheiten wie Diabetes insipidus renalis oder dem Grauen Star assoziiert.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Die NiereLevel 130 min.

BiochemieBiologische GrundlagenAllgemeine biologische Grundlagen

Diese Lerneinheit erläutert die Funktionsweise der Niere, die Wirkung des Hormons Vasopressin und die Krankheit Diabetes insipidus renalis.

PorineLevel 220 min.

BiochemieSignal- und StofftransportTransportprozesse

Der Aufbau und die Funktion bakterieller Porine wird erläutert.