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AquaponikZoomA-Z

Fachgebiet - Biologie

Kombiniert man ein Aquakultur-System mit einer Hydroponik-Anlage spricht man von Aquaponik. Die Grundidee der Aquaponik ist, sämtliche Abfallstoffe aus einem Aquakultursystem, wie Fäkalien und Kohlendioxid aus einer Fischzucht, als Nährstoffe für eine Gemüseproduktion zu nutzen. Im Idealfall wird ein geschlossenes System geschaffen, das komplett emissionsfrei arbeitet. Eine Aquaponikanlage lässt sich umso einfacher betreiben, je ähnlicher die Bedürfnisse der Fische und Pflanzen sind, die es zu züchten gilt.

Abb.1
Schematische Darstellung einer klassischen Aquaponik-Anlage

Die Abfälle der Fische dienen den Pflanzen als Nährstoffe und werden im Kreislauf geführt. Die Pflanzen reinigen nicht nur das Wasser, sondern wandeln das Kohlendioxid, das die Fische beim Atmen abgeben, wieder in Sauerstoff um.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

AquaponikLevel 130 min.

BiochemieBiologische GrundlagenAllgemeine biologische Grundlagen

Das Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei Berlin (IGB) hat eine Aquaponik-Versuchsanlage gebaut, in der Tomaten und Fisch emissionsfrei produziert werden. Nährstoffreiches Abwasser aus der geschlossenen Kreislaufanlage einer Fischzucht wird mechanisch gereinigt und biologisch aufbereitet. Bei Bedarf wird es in den geschlossenen Kreislauf einer Tomatenanbau-Sektion geleitet, wo es als vollwertiger Dünger fungiert. Energie, um die Anlage zu betreiben, wird mit Photovoltaikmodulen gewonnen. [Stand: Juni 2011]