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ApoptoseZoomA-Z

Fachgebiet - Zellbiologie, Biochemie

Die Apoptose, der "progammierte Zelltod", ist die Folge eines Selbstmordbefehls der Zelle. Das auslösende Signal für den Selbstmord kann aus der Zelle selbst kommen, aber auch von T-Lymphocyten des Immunsystems stammen.

Zellen besitzen molekulare Sicherungssysteme, die überprüfen, ob eine Zelle normal funktioniert. Ist die Zelle z.B. von einem Virus infiziert oder im Sinne einer Tumorentstehung entartet, versucht die Zelle ihre Selbstzerstörung einzuleiten. Bei einer massiven Schädigung der DNA wirkt z.B. das Protein p53 als Auslöser der Apoptose.

T-Zellen sind ebenfalls in der Lage den progammierten Zelltod einer Zielzelle anzuregen. Sind die gestaffelten Selbstmord-Sicherungssysteme z.B. durch mehrfache Mutationen ausgeschaltet, verraten sich infizierte oder entartete Zellen meist durch die von ihnen produzierten Proteine, deren Fragmente im MHC den T-Zellen zur Kontrolle dargeboten werden. Entscheidet die T-Zelle, dass die überprüfte Zelle fremde oder fehlerhafte Proteine herstellt, kann sie die Zelle aktiv töten oder deren Selbstmord einleiten, z.B. mittels des Tumor-Nekrose-Faktors.

Im gesunden Organismus wird die Apoptose als Mittel zur Regulation der Embyonalentwicklung und des Gewebewachstums, sowie zur Verjüngung von Gewebe und zur Selektion von Keim- und Immunzellen eingesetzt.