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AndrogeneZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie

Androgene sind Sexualhormone, die eine vermännlichende (virilisierende) Wirkung auf den Organismus haben. Es handelt sich um Steroid-Hormone mit einem Androstan-Grundgerüst, das 19 C-Atome enthält. Zu den Androgenen gehören u.a. das Androsteron und das Testosteron. Obwohl häufig vereinfachend von "männlichen Sexualhormonen" gesprochen wird, erfolgt die Synthese und Ausschüttung dieser Verbindungen auch im weiblichen Organismus, allerdings in geringeren Mengen. Die Biosynthese verläuft ausgehend vom Cholesterol über die Zwischenstufe des Pregnenolons. Beim Mann erfolgt die Bildung der Androgene in den Leydig-Zellen des Hodens und in der Nebennierenrinde, bei der Frau in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde. Androgene bewirken in der Embryonalzeit die Ausbildung der männlichen Geschlechtsorgane und während der Pubertät die Ausprägung der entsprechenden sekundären Geschlechtsmerkmale. Eine ausreichende Produktion an Androgenen ist Voraussetzung für die vollständige Reifung der Spermien. Im allgemeinen Stoffwechsel stimulieren sie die Proteinbiosynthese (anabole Wirkung) und führen u.a. zu einem verstärkten Muskelaufbau.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Hormone des MenschenLevel 2120 min.

BiochemieSignal- und StofftransportHormone

Was sind Hormone, wie und wo werden sie gebildet und wie wirken sie im menschlichen Organismus? Diese Lerneinheit stellt die wichtigsten Hormone vor.