zum Directory-modus

Alzheimer-KrankheitZoomA-Z

Fachgebiet - Medizin

Die Alzheimer-Krankheit ist eine neurodegenerative Erkrankung, die symptomatisch neben diversen neurologischen Auffälligkeiten insbesondere durch Verhaltensveränderungen, Minderung der Gedächtnisleistung und einen voranschreitenden Verlust kognitiver Fähigkeiten gekennzeichnet ist. Sie gehört damit zu den Demenz-Erkrankungen. Sie ist nach dem deutschen Psychiater Alois Alzheimer benannt, der Anfang des 20. Jahrhunderts erstmals die auftretenden histopathologischen Veränderungen im Gehirngewebe beschrieb. In den westlichen Industrieländern werden etwa 70 % aller Demenz-Fälle auf die Alzheimer-Krankheit zurückgeführt. Eine exakte Diagnose kann nur durch die mikroskopische Untersuchung des Hirngewebes nach dem Tod des Patienten erfolgen. In der medizinischen Praxis werden daher psychologische und neurologische Tests zur Diagnosestellung herangezogen.

Bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit finden sich im Gehirn typische Proteinablagerungen, die so genannten Amyloid-Plaques, die auch als senile Plaques bezeichnet werden. Sie bestehen aus dem Protein β-Amyloid, das sich im Gegensatz zum gesunden Menschen in großen Mengen zusammenlagert und an Blutgefäßen und Neuronen des Gehirns absetzt. Die genauen molekularen Mechanismen bei der Entstehung der Alzheimer-Krankheit sind zwar noch nicht geklärt, eine weitgehend anerkannte Hypothese geht jedoch davon aus, dass diese Ablagerungen schließlich zum Absterben von Neuronen führen und somit die Demenz-Symptome hervorrufen.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Krankheiten des NervensystemsLevel 260 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemiePathobiochemie

Es werden wichtige Vetreter von Neurotoxinen, einige Ionenkanal-Krankheiten, sowie das Parkinson-Syndrom und die Alzheimer-Krankheit vorgestellt.