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Fachgebiet - Medizin

AIDS ist die Abkürzung für den englischen Terminus "acquired immune defeciency syndrome", der im Deutschen als erworbenes Immundefekt-Syndrom bezeichnet wird. Diese Erkrankung wurde seit Anfang der 1980er Jahre als eigenständiges Krankheitsbild beschrieben. Sie ist durch eine Kombination bestimmter Symptome charakterisiert, zu denen unter anderem spezifische Tumor-Bildungen und das verstärkte Auftreten von opportunistischen Infektionen gehören.

AIDS ist eine virale Erkrankung, die durch eine Infektion mit HIV (humanes Immundefizienz-Virus) ausgelöst wird. Das Virus dringt in bestimmte T-Lymphocyten ein, wonach das Virus-Genom in das der Zelle integriert wird. Auf die Infektion folgt typischerweise eine mehrjährige Latenzphase ohne Symptome. Erst nach Beginn der intensiven Virus-Vermehrung kommt es zum massiven Absterben der betroffenen Lymphocyten und damit zu erheblichen Einschränkungen der immunologischen Abwehr.

AIDS ist weltweit verbreitet und hat sich zu einer schwer kontrollierbaren Epidemie entwickelt. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab es weltweit Ende 2005 knapp 40 Millionen HIV-Infizierte. Die Zahl der jährlichen Neuinfektionen lag bei 5 Millionen, die Zahl der durch AIDS verursachten Todesfälle bei 3 Millionen.

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Konzept der LeitstrukturLevel 260 min.

PharmaziePharmazeutische ChemieWirkstoffdesign

Die Suche nach neuen Wirkstoffen orientiert sich an den so genannten Leitstrukturen. Dieser Begriff bezeichnet den zwei- und dreidimensionalen Aufbau von Stoffen, die bereits einige der gewünschten Eigenschaften besitzen, aber andere vermissen lassen. Die meisten Leitstrukturen ergaben sich aus pflanzlichen, tierischen, mikrobiellen und körpereigenen Naturstoffen wie z.B. Neurotransmittern und Hormonen, wobei nur wenige der Vorlagen selbst als Arzneien zum Einsatz kommen. Eine ständig anwachsende Gruppe von Leitstrukturen wurde jedoch auch aus synthetischen Substanzen entwickelt, die klassisch in Tierversuchen auf biologische Wirksamkeit getestet wurden. Heute steht hierzu ein vollautomatisiertes Screening in Zellkulturen sowie molekularen Testsystemen zur Verfügung (High-Troughput-Screening, HTS).