zum Directory-modus

AdhäsionsmoleküleZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Zellbiologie, Immunologie

Adhäsionsmoleküle (auch Adhäsine oder Zelladhäsionsmoleküle genannt) spielen eine wichtige Rolle bei der Kommunikation und Interaktion von Zellen, die für fast alle Abläufe im Immunsystem erforderlich ist, so z.B. für die Interaktionen von Lymphocyten mit Antigen-präsentierenden Zellen und die T-Zell-Aktivierung und -Differenzierung der spezifischen immunologischen Abwehr oder die Interaktion von Leukocyten mit Endothelzellen bei Entzündungsvorgängen.

Adhäsionsmoleküle sind membranständige Rezeptoren, die auf fast allen Zellen des Körpers vorkommen. Typische Beispiele sind die Selectine, Integrine oder die ICAMs (inter-cellular adhesion molecules). Die Bindung des spezifischen Liganden induziert einen Signaltransfer von der Zelloberfläche ins Cytoplasma, der z.B. in der Clusterbildung von Oberflächenrezeptoren oder Veränderungen des Cytoskeletts resultiert. Adhäsionsmoleküle liegen oft in Vesikeln in der Zelle gespeichert vor und werden erst auf ein bestimmtes Signal hin über Exocytose auf die Zelloberfläche gebracht.

Siehe auch: Immunoassay , Adhäsine

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

SelectineLevel 260 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieImmunologie

Selectine sind Adhäsionsproteine, die auf der Oberfläche bestimmter Zellen vorkommen. Sie vermitteln eine Kommunikation zwischen Zellen und steuern die Wanderung von Immunzellen aus dem Blut in das umliegende Gewebe oder die Lymphknoten.