zum Directory-modus

AciclovirZoomA-Z

Fachgebiet - Pharmazie

Abb.1
Aciclovir

Aciclovir (2-Amino-9-(2-hydroxyethoxymethyl)-3H-purin-6-on) war das erste gegen Herpesviren wirksame Virostatikum. Es wurde 1981 zugelassen und unter dem Namen Zovirax® vermarktet. Heute ist es vielfach als Generikum erhältlich.

Aciclovir wird nur in Zellen aktiv, die von Herpes simplex- oder Varicella zoster-Viren infiziert sind. Es ist ein Analogon des Purin-Nucleosids Guanosin und wird in den infizierten Zellen von der viralen Thymidin-Kinase phosphoryliert. Das gebildete Aciclovir-monophosphat wird von der zellulären Kinase weiter zum Triphosphat umgesetzt und von der viralen DNA-Polymerase wie natürliches GTP1) interpretiert. Da eine Weiterführung des DNA-Strangs nun nicht mehr möglich ist, wird die virale DNA-Synthese unterbrochen und die Entstehung neuer Viren verhindert.

Angewendet werden Aciclovir-haltige Präparate vor allem zur Behandlung von Lippenherpes.

Siehe auch: Nucleinsäuren , Viren

1)GTP: Guanosin-triphosphat

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

Modifizierte NucleosideLevel 260 min.

BiochemieMedizinische Chemie und BiochemieWirkstoffe

Einführung in die Vielfalt der modifizierten Nucleoside und Nucleotide