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Acetylcholin-RezeptorZoomA-Z

Fachgebiet - Biochemie, Neurobiologie

Ein Acetylcholin-Rezeptor bindet den Neurotransmitter Acetylcholin, wodurch das neurochemische Signal entweder in einen direkten Effekt an der postsynaptischen Membran oder in eine nachfolgende Signalkaskade umgesetzt wird. Es handelt sich um Transmembran-Proteine, die in zwei Typen eingeteilt werden. Zum einen kennt man so genannte nicotinische Acetylcholin-Rezeptoren, die sich durch Nicotin aktivieren lassen, zum anderen den muscarinischen Typ, auf den das Alkaloid Muscarin aktivierend wirkt.

Der nicotinische Acetylcholin-Rezeptor kommt unter anderem in den neuromuskulären Endplatten vor. Er besteht aus fünf zylindrisch angeordneten Untereinheiten, die einen Ionenkanal bilden. Ohne Bindung des Liganden ist der Kanal geschlossen. Nach der Bindung von zwei Molekülen Acetylcholin wird der Ionenkanal geöffnet, so dass es zu einer Veränderung des Membranpotentials kommt. Die Bindung des Liganden wird also direkt in einen physiologischen Effekt umgewandelt.

Der muscarinische Acetylcholin-Rezeptor besitzt sieben Transmembran-Helices und auf der intrazellulären Membranseite eine Bindungsstelle für G-Proteine. Es handelt sich um einen G-Protein-gekoppelten Rezeptor. Nach Bindung von Acetylcholin aktiviert der Rezeptor ein G-Protein und löst damit eine mehrstufige Signalkaskade aus. Der muscarinische Typ findet sich im parasympathischen Teil des Nervensystems.

Abb.1
3D-Animation zum nicotinische Acetylcholin-Rezeptor
© Wiley-VCH

Siehe auch: Acetylcholin

Lerneinheiten, in denen der Begriff behandelt wird

3.2 - Cimetidin - Histamin, Histamin-RezeptorenLevel 345 min.

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3.1 - 3.5 - Cimetidin (gesamt)Level 3100 min.

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3.1 - Cimetidin - MagengeschwüreLevel 240 min.

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